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Rosenstadt Eutin
Hier
bekommt Ihr einige Informationen über unseren Wohnort, der schönen
Rosenstadt Eutin in Schleswig-Holstein. Hier wohnen wir schon eine
Ewigkeit und haben viele Freunde gefunden. Einen Umzug in eine andere
Stadt ist nur schwer vorstellbar.
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Eutiner Schloss |
Marktplatz in
Eutin |
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| Basisdaten:
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| Bundesland: |
Schleswig-Holstein |
| Kreis: |
Ostholstein |
| Fläche: |
41,40 km² |
| Einwohner: |
17340 (Ende 2005) |
| Bevölkerungsdichte: |
411 Einwohner je km² |
| Höhe: |
33 m ü. NN |
| Postleitzahl |
23701 |
| Vorwahl: |
04521 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OH |
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Fissau |
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Neudorf |
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Sielbeck |
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Sibbersdorf |
Eutin - eine Stadt stellt sich vor
Schon seit frühesten Zeiten ist
Eutin ein Mittelpunkt der Region. Vor rund tausend Jahren übte ein
slawischer Gauhäuptling seine Herrschaft von der Inselburg im Großen
Eutiner See aus. Im 12. Jahrhundert kamen dann deutsche Siedler ins
Land; etwa zwölf Bauernfamilien holländischer Herkunft ließen sich auf
dem von Sumpf und Seen geschützten Moränenhügel nieder, der heute noch
das Zentrum unserer Stadt darstellt, und übernahmen für ihr Dorf den
slawischen Namen Utin. Die Bedeutung dieses Ortes hob sich, als dem
Bischof Gerold 300 Hufen, also Bauernstellen, als "Tafelgut" zur
wirtschaftlichen Sicherung der christlichen Kirche zugewiesen wurden,
deren Hauptteil um Utin lag, das selbst dazu gehörte. So ist es
verständlich, dass der Bischof das Holländerdorf zum Marktort seines
Gebietes erhob (1156) und sich dort ein Haus bauen ließ.
Ein neuer geschichtlicher Markstein ist hundert Jahre später zu setzen,
als es dem Bischof von Lübeck, Johann von Diest, nach zähen
Verhandlungen mit den holsteinischen Grafen gelang, Utin im Jahre 1257
das Stadtrecht und damit eine bürgerliche Selbstverwaltung zu verleihen.
Noch heute zeigt das Stadtwappen, dass Eutin einst eine bischöfliche
Stadt war: In den vier von einem gleicharmigen Bischofskreuz gebildeten
Feldern ist der Name U-T-I-N eingefügt. Die Enden des Kreuzes zeigen
Rosen und Lilien, mittelalterliche Symbole für Gerechtigkeit und
Reinheit.
Als es um 1300 zu einem Streit zwischen dem Bischof von Lübeck und dem
Rat der Hansestadt kam, ging der Bischof nach Utin ins Exil und gründete
hier ein Kollegiatstift. Damit wurde die zentrale Ackerbürger- und
Handwerkerstadt zugleich Sitz des Bischofs von Lübeck, der bemüht war,
das Ansehen des Ortes zu heben, und der seinen hiesigen Wohnsitz als
eine Wasserburg ausbaute, Vorläuferin des heutigen Schlosses.
Durch die Reformation wurde aus dem geistlichen Territorium ein
weltliches Fürstentum, von Fürstbischöfen aus dem Hause Holstein-Gottorf
regiert. Not und Leid blieben der Stadt, die sich nunmehr Eutin nannte,
in den kriegerischen Jahren der Frühen Neuzeit, insbesondere im
Dreißigjährigen Krieg, nicht erspart. Auch Feuersbrünste vernichteten
ganze Stadtteile. Aber immer wieder zeigte die Stadt einen
unerschütterlichen Lebenswillen, gestützt durch die Aufbauleistungen und
das Ansehen des fürstbischöflichen Hofes, der zugleich bedeutende
Persönlichkeiten der Kunst und Wissenschaften an sich zog.
Eine weitere Wende in der Geschichte Eutins trat ein, als 1773 ein
großer Ländertausch zwischen Dänemark, Russland und Holstein-Gottorf
erfolgte, um die "Ruhe des europäischen Nordens" zu sichern. Der Eutiner
Fürstbischof wurde Herzog von Oldenburg, dem Land zwischen Weser und
Ems, und um 1800 verlegte Peter Friedrich-Ludwig seine hiesige Residenz
dorthin. Eutin war jetzt nur noch herzogliche Sommerresidenz, blieb aber
Regierungssitz des einst fürstbischöflichen Gebietes, das sich nach 1803
"Fürstentum Lübeck" nannte.
Mitverursacht durch die Wirren der napoleonischen Kriege wohnten im
Ausgang des 18. Jahrhunderts namhafte Größen des deutschen Geisteslebens
im friedlichen Eutin, wo schon seit 1782 der in seiner Zeit hochberühmte
Dichter und Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß als Rektor tätig war.
Er war auf Anraten seines gleichfalls berühmten Studienfreundes
Friedrich Leopold Reichsgraf zu Stolberg, der hier Hofbeamter war, nach
Eutin gekommen. Zu den berühmten Persönlichkeiten, die dem Städtchen den
Beinamen "Weimar des Nordens" verschafften, hier zeitweise wohnten oder
als Besucher kamen, gehörten die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock,
Matthias Claudius, H. W. Gerstenberg und Jens Baggesen, der Philosoph
Friedrich Heinrich Jacobi, Joh. K. Lavater, Wilhelm von Humboldt,
Carsten und Barthold Georg Niebuhr und viele andere mehr.
Im Jahre 1786 wurde der später so berühmte Komponist Carl Maria von
Weber in Eutin geboren, der seine Geburtsstadt noch zweimal besucht hat,
und dem zu Ehren heute die weithin bekannten alljährlichen Eutiner
Festspiele im Schlossgarten stattfinden. Nicht unerwähnt bleiben darf,
dass der berühmte Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, der Freund
Goethes in Italien, als Hofmaler seine letzten zwanzig Lebensjahre in
Eutin verbrachte.
Wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt Eutin in der zweiten
Hälfte des vorigen Jahrhunderts, sowohl durch den Anschluss an das
Eisenbahnnetz als auch durch das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Seine
Förderung lassen sich Verwaltung und Selbstverwaltung der Stadt seitdem
sehr angelegen sein, was auch in der Anerkennung als Luftkurort zum
Ausdruck kommt.
Rückschläge in der Entwicklung gab es durch zwei Weltkriege, Inflationen
und Wirtschaftskrisen. Nach 1945 verdoppelte sich die Stadtbevölkerung
durch Zuzug von Heimatvertriebenen. Sie aber trugen durch ihren
Leistungswillen wesentlich dazu bei, dass Eutin nicht nur ein in der
ostholsteinischen Region bedeutendes Geschäftszentrum, sondern zugleich
ein wichtiges Verwaltungs-, Bildungs- und Kulturzentrum geworden ist.
Zwar hat die Stadt im Zuge der Zentralisation von Behörden in den
letzten Jahren manchen Verwaltungssitz verloren. Eutin ist aber
weiterhin Kreisstadt des 1970 durch die Gebietsreform entstandenen
Kreises Ostholstein, der mit fast 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
von Fehmarn bis vor die Tore Lübecks reicht.
www.eutin.de |
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